MUSS KUNST SCHÖN SEIN?
Die 4A philosophiert anhand von Egon SCHIELE über Kunst:
Egon Schiele wurde 1890 in Tulln geboren und verstarb 1918 in Wien. Schiele gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Wiener Moderne, jedoch war er kein Mainstream-Maler. Schiele beschäftigte sich mit den Schattenseiten des Lebens. Viele Menschen finden düstere Bilder meist nicht schön, weil sie dadurch zu sehr an die Realität erinnert werden. Sie fühlen sich unwohl, wenn sie mit Angst, Trauer und Schmerz konfrontiert werden. Für Schiele war der Gedanke an das Sterben und Vergehen immer gegenwärtig. Egal ob er Häuser, Menschen, Blumen oder Bäume malte, alles war von Verfall geprägt. Was man sich eigentlich schön und fröhlich vorstellt, erscheint bei Schiele traurig bis angsteinflößend. Seine berühmten „Sonnenblumen“ sehen dunkel verwelkt und müde aus. Auch „Mutter mit Kind“ malte er nicht glücklich. Das Baby reißt die Augen auf, als hätte es tierische Angst, daneben wirkt die Mutter ausgezerrt, müde und krank. Ebenso stellte Schiele seinen „Herbstbaum“ nicht voller bunter Blätter, sondern von Stürmen zerstört dar. (Ulla Neureiter, Anna Czerny)
Muss Kunst Schön sein?
Es kommt ganz darauf an, was man unter schön versteht. Die meisten finden einen Sonnenuntergang über dem Strand von Hawaii wunderschön. Aber auch eine vor Schmerz schreiende Frau kann als schön empfunden werden. Jeder hat andere Vorstellungen von Schönheit. Für mich muss Kunst Gefühle übermitteln, dann ist sie schön. (Ulla Neureiter)
Für manche Menschen muss Kunst vielleicht nicht schön sein, aber für mich persönlich sollte Kunst schön sein, denn ich möchte etwas Schönes sehen, wenn ich nach Hause komme. (Anna Czerny)
Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten und zu seiner Antwort stehen. Für mich muss Kunst berühren und zum Nachdenken anregen. Genauer gesagt, Kunst darf auch blutig sein. Hier gibt es kein Gut oder Böse, Schwarz oder Weiß. (Corinna Straub)
Kunst kann alles sein, was besonders ist, egal ob schön oder nicht schön. (Shayan Ayatollahi)
Kunst muss wahr sein! (Harald Brunner)
Kunst muss nicht schön sein. Aber es schadet nicht, wenn sie es ist. Weder macht Schönheit die ganze Kunst aus, noch Kunst die ganze Schönheit. (Andela Zivkovic)
Zahlreiche Künstler schaffen dunkle Bilder, in denen Angst und Tod dargestellt werden. Kunst muss nicht immer hell und fröhlich sein - Kunst ist nicht nur als Wandschmuck gedacht. (Valerian Aigner)
Die 5A unter dem Mikroskop
Am 1. Dezember besuchten wir das Naturhistorische Museum. Um 9 Uhr war Treffpunkt und wir mussten uns in zwei Gruppen aufteilen. Die erste Gruppe ging Mikroskopieren, die zweite verfolgte auf der Leinwand, wie ein Mitarbeiter vom Museum Tiere (z. B. Pantoffeltierchen), Pflanzen, Gewebe und sogar Blut mikroskopierte. Im Mikroskopiertheater war es faszinierend die Wimperntierchen zu beobachten und rote und weiße Blutkörperchen im Plasma schweben zu sehen. Nach etwa einer Stunde wechselten die beiden Gruppen.
Beim Mikroskopieren arbeiteten wir zunächst mit Präparaten, die Insektenteile, Pflanzensamen und Einzeller zeigten. Danach legten wir selbst Präparate an. Manche hatten Glück und angelten ein Pantoffeltierchen aus einem Gurkenglas! Schließlich beobachteten wir noch wie Salzwasser die Zellen einer roten Zwiebel verändert, und wir nahmen Abstriche unserer Mundschleimhaut, die wir dann blau einfärbten.
Zwischen den Programmpunkten konnten wir uns im Museumscafé stärken. Nach diesem interessanten Lehrausgang erkundeten einige von uns noch mit Mag. Burian und Mag. Dobschak das Museum und entdeckten dabei auch die Venus von Willendorf, über die wir erst kürzlich im Geschichtsunterricht gelernt hatten.
Rene Rohrer, 5A
Ab ins Theater
Am 20. Oktober machten die 6. und 7. Klassen vom Marianum eine Exkursion ins Volkstheater und besuchten die Aufführung „Nathan der Weise“ von Lessing. In diesem Stück geht es um die Frage nach dem „wahren“ Glauben. Gespielt wurde das Stück von jungen und zweifellos talentierten Schauspielern, wobei man sagen muss, dass manche Rollen, wie zum Beispiel die der Hauptperson Nathan, meiner Meinung nach von älteren Schauspielern hätte gespielt werden sollen. Denn so kam der „junge“ Nathan nicht ganz so erfahren und weise zur Geltung, wie es im Drama vorgegeben wäre. Trotz allem wurde jede Rolle bemerkenswert vertreten.Für viele war es ein Genuss, das Stück mitzuverfolgen, andere schienen sich jedoch zu langweilen oder unterhielten sich. Während der Pause wurden Werbungen für Castings ausgeteilt, da neue Talente für das Stück „Die Welle“ gesucht werden.
Nach dem Ende der Theatervorstellung fand eine Diskussionsrunde statt, an der ein paar der SchauspielerInnen und die Leiterin des Stücks, sowie ein Wissenschaftler teilnahmen. Am Anfang fielen meines Erachtens einige diskriminierende Äußerungen, wie zum Beispiel, dass sich die heutige Jugend nichts mehr erlesen oder erarbeiten müsse, was man wirklich nicht behaupten kann! Allein durch diese Äußerung verließen einige Zuhörer die Diskussionsrunde. Etwas später jedoch wurde mit den SchauspielerInnen über ihre Arbeit und die einzelnen Rollen gesprochen. Im Gegensatz zu den vorigen Bemerkungen waren die der Schauspieler ziemlich beeindruckend, allein die Tatsache, dass sie neben dem Schulleben sich Zeit nehmen und solch lange Texte lernen.Im Großen und Ganzen war die Exkursion eine angenehme und nette Abwechslung!
Denise Firlinger, 6A
Mathe braucht man nicht nur in der Schule
Am Dienstag, den 11. Oktober 2011 besuchte die 1A mit Frau Dr. Annemarie Dorda und Frau Mag. Birgit Lasser das Haus der Mathematik. Nach einer kleinen „Wann sind wir da?“- Odyssee durch Wien wurden wir von den freundlichen MitarbeiterInnen begrüßt. Der Besuch des Museums der Mathematik wurde seinem Leitspruch „Nicht Berühren verboten“ in jeder Hinsicht gerecht: Verschiedenste antike Rechenmaschinen, der Gerechtigkeitsbecher des Pythagoras und ein Gewinnspiel mit römischen Zahlen sind nur einige wenige Beispiele, die Mathematik zum Abenteuer machen. Die Erlebniswelt bot uns im Anschluss zahlreiche Spieltische, die u.a. mit „Vier gewinnt“, dem „Somawürfel“ oder dem „römischen Dreiecksspiel“ zum Ausprobieren einluden. Da konnte selbst der geisteswissenschaftliche Klassenvorstand nicht widerstehen und musste zugeben: Mathe macht glücklich!
MMag. Birgit Lasser





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